Schulsozialarbeit

Seit dem 01.03.2017 ist über die Stadt Herne mit halbem Stellenanteilan der Städt. Gemeinschaftsgrundschule „Europaschule“ eine Stelle für Schulsozialarbeit eingerichtet worden. Herr Lehnerer ist für uns als Schulsozialarbeiter tätig sowie auch an der Städt. Förderschule „Schule an der Dorneburg“.  

 

Kernarbeitsbereiche der Schulsozialarbeit an der Europaschule Königstr. sind: 

Soziale Einzelfallhilfe 

àEine an Schüler/-innen und/oder Eltern orientierte Dienstleistung.

Soziale Gruppenarbeit 

àEine an Schüler/-innen und Lehrer/-innen orientierte Dienstleistung. 

Soziale Netzwerkarbeit

àVernetzung und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb des Stadtbezirks Eickel und darüber hinaus.

 

Kontaktmöglichkeiten

Herr Lehnerer ist montags und freitags ganztägig an der Europaschule zu erreichen. Zusätzlich dienstag mittags und nachmittags.

Telefon:        02325-34400 oder

0160-99131202

E-Mail:          david.lehnerer@herne.de

Soziale Arbeit(bzw. Sozialarbeit/Sozialpädagogik) ist eine psychosoziale Multidisziplin; eine Profession, die Menschen in belastenden und schwierigen Lebenssituationen immer dann als professionelle Hilfestellung zur Seite steht, wenn die vorhandenen Ressourcen der jeweiligen Individuen oder des familiären Systems nicht mehr ausreichen. Die „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist hierbei stets die oberste Prämisse.

 

Schulsozialarbeit begleitet Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebens- und Bildungsweg. Zudem ist Schulsozialarbeit auch immer ein Angebot für Eltern. Hierbei orientiert sich Soziale Arbeit an unserer Schule stets an den gegebenen Lebensverhältnissen der Familien.

 

„Schulsozialarbeit ist ein eigenes Handlungsfeld der Jugendhilfe, das mit der Schule in formalisierter und institutioneller Form kooperiert. Schulsozialarbeit setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und/oder sozialen Problemen zu fördern. Dazu adaptiert Schulsozialarbeit Methoden und Grundsätze der Sozialen Arbeit auf das System Schule.“[1]

 

Nachgefragt: Was leistet Schulsozialarbeit im Alltag und darüber hinaus? 

Als Schulsozialarbeiter habe ich während und auch nach dem Schulalltag immer ein offenes Ohr für alle Schülerinnen und Schüler. Ich höre zu, gebe Tipps, tröste, mache Spaß mit den Kindern und lache mit ihnen. Dinge, die innerhalb eines Schultages sicher manchmal in Vergessenheit geraten. Ich betrachte Bildung als ein kompaktes Gefüge aus verschiedensten Einflüssen und Selbsterfahrungen. Schulsozialarbeit an der Europaschule Königstraße soll Kindern unter anderem solche (Bildungs-)Erfahrungen ermöglichen. Bildung ist immer mehr als das reine Aufnehmen und Abrufen von Wissen. 

Zudem ist der Gang zum Schulsozialarbeiter keineStrafe, keineSanktion für Kinder, wenn z. B. die Lehrerin oder der Lehrer den Kindern evtl. sagt: „Jetzt geht ihr bitte mal zum Schulsozialarbeiter!“ Vielmehr versuche ich bei Konflikten zu vermitteln und zu schlichten. Darüber hinaus bin ich Ansprechpartner für die Familien unserer Schülerinnen und Schüler. Als Schulsozialarbeiter bin ich Vermittler zu weiteren außerschulischen Hilfs- und Unterstützungsangeboten und stelle entsprechende Kontakte her. Die Anforderungen an das Leben sind vielfältig und komplex. Bei Fragen und Problemen sämtlicher Art begeben wir uns – sofern Sie es möchten – gemeinsam auf einen Weg und manchmal auch auf mehrere Wege zur Lösung des Anliegens. Sie können mich gerne völlig unverbindlich kontaktieren. Alle Gesprächsinhalte sind selbstverständlich immer vertraulich!  

 

Unser Schulsozialarbeiter

Herr David Lehnerer



Staatlich anerkannter Sozialarbeiter/Sozialpädagoge B.A.

Erziehungs- und Bildungswissenschaftler M.A.

 

Hochschulausbildung

·     Studium der Sozialen Arbeit (B.A.) an der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften, Abschluss 2011.

Titel der Bachelorarbeit: Sozialisation und Familie. Zur Bedeutung des Vaters im Entwicklungsprozess von Heranwachsenden.

·     Studium der Erziehungswissenschaft (M.A.) mit dem Profil Bildungstheorie und Bildungsforschung an der Technischen Universität Dortmund, Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie, Abschluss 2017. Titel der Masterarbeit: Bildung und Biographie – Ästhetik und Kultur. Eine biographisch-qualitative Fallstudie zur Erschließung bildungstheoretischer Sinnzusammenhänge und Sinndeutungen.

 

Berufliche Stationen gestern und heute 

·     Aktuell als Schulsozialarbeiter für die Stadt Herne tätig.

·     Pädagogischer Mitarbeiter bei einem Bildungsträger in Recklinghausen und in Herten („Jugend in Arbeit e. V.“).

·     Pädagogischer Mitarbeiter in einem sozialpsychiatrischen, fakultativ-geschlossenen  Wohnheim in Lünen („Bethel.regional“).

·     Schulsozialarbeit am Lippe Berufskolleg in Lünen (Praxisphase innerhalb des Erststudiums). 

·     Honorartätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. Ferienfreizeit der Stadt Gelsenkirchen).

·     Pflege und soziale Betreuung eines hochbetagten Professors (†) in Münster (Klostergärten, Privatanstellung). 

·     Praktika, Jobs und Zivildienst in der Seniorenarbeit/ambulante Pflege in Lünen und Hagen; insbesondere Betreuung demenzerkrankter Seniorinnen und Senioren („Wunsch-Pflege GmbH“; „ovital GmbH“).

·     Praktikum im Bereich der Alphabetisierung beim Landesverband der Volkshochschulen NRW e. V. in Dortmund (heute in Düsseldorf).  



[1]Drilling, Matthias (2009): Schulsozialarbeit. Antworten auf veränderte Lebenswelten. 4., aktualisierte Auflage. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag, S. 95.